Neben der primär politischen Ausrichtung liebt die Familie die Musik: Zeka wächst mit den Klängen des „Rumba Congolaise\\\", der als Vorläufer des Salsa gilt, auf, und schreibt schon früh seine ersten Lieder. Durch die diplomatischen Mandate des Vaters lebt Zeka während seiner Jugend einige Jahre in Benin und Togo, und maturiert wieder in Kinshasa. Zeka will Musiker werden, aber die Eltern schicken ihn nach Belgien, um Pädagogik zu studieren. 1987 wird sein Vater als Botschafter nach Wien berufen. Zeka übersiedelt nach Wien und studiert an der Wirtschaftsuniversität. Doch die Musik lässt ihn nicht mehr los. Als der Vater zurückberufen wird, bleibt er in Wien und gründet seine erste Band.

Schon bald gehört er zu den beliebtesten afrikanischen Musikern in Österreich. Er nimmt seine erste Single auf „I\\\'d love you to want me\\\", eine Coverversion des Lobo Welthits für Sony Music, und später für BMG mit McSultan das Album „Super Ethno Astronaut\\\". Mit seinem Song „Come closer\\\" in Zusammenarbeit mit der „Groove injection band\\\" landet er in den Acid Jazz Charts in Italien einen Nummer Eins Hit (auf der Compilation „Sunshine vol. II\\\") 

Er spielt mit internationalen Topstars auf der gleichen Bühne, wie mit Jimmy Cliff, Miriam Makeba, Joe Cocker, Alpha Blondy, Lucky Dube, C. C. Rogers (Just to funk), Joe Zawinul, Bobby Bird („sexmachine\\\" songwriter), Lalomie Washburn (background Sängerin von James Brown, Shakka Khan Songwriter), Rita Marley und Ziggy Marley. 

Prince Zeka ist ein höchst kreativer Songschreiber: Er hat über 300 Songs getextet und komponiert, von Hip Hop bis Reggae, vom Rumba Congolaise bis zum Soul. Er nennt seine Musik „Rap Makoul\\\", ein von ihm entwickelter Stil, der Soul, Rap, Rumba Congolaise und Sebene zu einer erfrischend neuen Mischung verbindet, und dem er mit seiner warmen Stimme, die zungenbrecherischen Rap ebenso souverän meistert wie gefühlvollen Soul, seine unverwechselbare Klangfarbe verleiht. 

Das Besondere an seiner Musik ist die enorme Vielschichtigkeit der Töne und Rhythmen: melodiösen Soul verschmilzt er mit rhythmischen Elementen des Hip Hop und Afro-Beats, er singt und rappt in Französisch, Suaheli, Englisch oder Lingala, und auch Einflüsse aus dem Soukous – der Musik seines Herkunftslandes Zaїre – sind deutlich hörbar. Diese musikalische Vielfalt spiegelt sich daher auch in den Instrumenten wider: neben der klassischen Bandausstattung von Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Percussion tauchen auch afrikanische Instrumente auf.

Als seine wichtigsten Vorbilder nennt er den Pygmäenstamm der Bobé, Urwaldbewohner im Kongo, inGabon und Kamerun, die polyphone Stimmen in ihren Gesängen verwenden, die Original SoukousMusik der 1970er, die afrikanischen Musiker Grand Kallé (Indépendence Cha Cha), Wendo Kolosoy, Franco Luambo („Tout puissant ok Jazz\\\"), Tabu Ley, (Afriza International), Miriam Makeba, Jimmy Cliff, Bob Marley, James Brown, Public Enemy, Fela Kuti, Alpha Blondy, Lucky Dube, Youssou n\\\'Dour u. A. m. Diese MusikerInnen beeindrucken Prince Zeka nicht nur wegen ihrer musikalischen Größe, sondern besonders auch aufgrund ihrer politischen Haltung und ihres Engagements für eine längst fällige Aufwertung der afrikanischen Lebensweisen.

Prince Zeka thematisiert in seinen Songs die vielschichtigen Aspekte dieser Lebensweisen, sowohl die schönen und inspirierenden Kulturformen, als auch die grausamen Seiten entglittener Politik. In seiner Herkunftsregion Kivu selbst herrscht seit einiger Zeit wieder die nackte Angst. Der Krieg um Gold, Diamanten, Coltan (ohne Coltan würde kein Handy und kein Laptop funktionieren) und Tropenhölzer zwischen ruandischen Rebellen, die diese Ressourcen beanspruchen wollen, und den Kongolesen hat die Region ins totale Chaos gestürzt. Noch vor kurzem war Bukavu Ziel vieler Touristenausflüge zu den Gorillas am Kivu-See und im Virunga-Nationalpark. Zur Zeit brennen dort die Feuer des Krieges, völlig abseits der Weltöffentlichkeit, und so versucht Prince Zeka zumindest durch seine Musik in seinem neuen Album „Ecoutez\\\" diese Tragödie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.